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Umgang und Nutzung eines Rollators

Die richtige Benutzung eines Rollators

An sich sollte jedem der neue Rollator auf Anhieb in seiner Funktionsweise verständlich sein. Doch nicht immer ist das der Fall. Daher ist es sinnvoll, sich z.B. eine Vorführung bei „YouTube“ anzusehen. Sie können sich auch in Ihrem Sanitätshaus erklären lassen, was die Grundfunktionen und möglichen Gefahren sind.

Viele Sanitätshäuser bieten einen Lieferservice. In der Regel sind Sanitätshäuser aber wesentlich teurer als die Online-Sanitätshäuser oder Versender wie Amazon. Auf Krankenkassenkosten sind ohnehin nur zwei Rollatoren erhältlich. Möchte man ein besseres Rollator-Modell nutzen, muss man zuzahlen.

Wie sollte ein Rollator eingestellt sein?

Bei einer falschen Einstellung der Griffhöhe kann es zu Schulterproblemen kommen. Daher ist es wichtig, dass der Rollator nach dem Kauf auf die Person justiert wird, die ihn täglich benutzen wird. Um die Rollatorhandgriffe in die richtige Höhe zu bringen, stellt sich der Benutzer am besten vor das Gefährt. Die Handgriffe sollten sich nun bei einem aufrechten Stand in Handgelenkshöhe befinden. Ist dies nicht der Fall, müssen sie entsprechend eingestellt werden. Dazu müssen Sie nur die Drehschrauben an den Holmen lösen. Beim Verstellen der Höhe können Helfer auch gleich die Breite verändern, indem sie die Griffe etwas weiter nach außen drehen. Falls sich das in der Schulter angenehmer anfühlt, belassen Sie es so. Zu eng gestellte Handgriffe sorgen für Verkrampfungen. Zu breite Stellungen sind aber auch nicht angenehm.

Für kleinere Personen stehen heute bei einigen Herstellern Rollator-Modelle zur Verfügung, die von der Standardgröße abweichen. Ähnliches gilt für Personen, die Übergewicht haben oder eine größere Sitzbreite benötigen.

Benötigen Sie eine Einweisung und Unterrichtung im Umgang?

In diesem Fall sollten Sie sich darüber informieren, wo demnächst ein Rollatortraining angeboten wird. So leicht es aussieht, einen Rollator vor sich her zu schieben, so unfallträchtig kann dieses praktische Gefährt bei falscher Handhabung werden.

Die Verkehrspolizei veranstaltet in manchen Orten Rollator-Trainings. Schwerin ist ein gutes Beispiel. Dabei gilt es, einen Hindernisparcours samt eingebauter Kantsteine zu begehen. Oft vergessen alte Menschen, die Handbremse anzuziehen, wenn sie sich auf den Rollator setzen. Insbesondere im Bus kann das böse Stürze begünstigen.

Regel Nummer eins: Immer die Handbremse im Griff haben. Viele Menschen lehnen einen Rollator kategorisch ab, weil sie Unfälle befürchten oder bereits erlebt haben. Oft sind nicht abgesenkte Bordsteinkanten Sturzorte, besonders bei Hinuntergehen. In anderen Fällen wurden die Gehwagen im Bus oder auf einer Fähre nicht richtig gesichert.

Regel Nummer zwei: Verlassen Sie den Bus mit einem Rollator immer rückwärts.

Regel Nummer drei folgt auf dem Fuße: Gehen Sie niemals hinter einem Lastwagen, Bus oder Müllfahrzeug vorbei, dessen Motor läuft. Sie befinden sich möglicherweise im toten Winkel und werden vom Fahrer nicht gesehen. Zudem können auch auf der anderen Spur herannahende Autofahrer Sie nicht rechtzeitig sehen, wenn Sie hinter dem Bus hervortreten.

Auch Treppenstürze mitsamt dem Rollator sind bekannt. Aus diesem Grund sollte ein Verkehrssicherheitstraining für Nutzer in jedem Ort angeboten werden. Das ist aber trotz großer Nachfrage leider noch nicht der Fall. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Polizeidienststelle oder Ihrem Sanitätshaus danach. Dort können Sie auch die Bremsen nachjustieren lassen. Viele Unfälle passieren, weil die Bremsen nicht richtig eingestellt wurden. Ungeeignete Bereifung kann ebenfalls zu Unfällen führen.

Was für Übungen können Sie mit einem Rollator ausführen?

Abgesehen von einem Rollator-Führerschein, den Rollator-Nutzer im Verkehrssicherheitstraining erwerben können, werden manchmal in Senioreneinrichtungen Rollator-Tanzkurse angeboten. Viele Menschen, die einen Rollator nutzen, sind aber durch Schlaganfälle, künstliche Knie oder Hüften in der Bewegung beeinträchtigt. Betroffene können zusammen mit einem Physiotherapeuten Bewegungsübungen und Krafttraining machen. Trainierte Hände können die Handbremsen am Rollator fester anziehen und feststellen. Üben sollte man auch das Fahren mit einem Rollator, wenn es bergab geht.

Mit angezogenen Bremsen bergab zu fahren, ist für alte Menschen ziuemlich anstrengend. Wer gelernt hat, wie er mittels der leicht angezogenen Handbremse das Rollatortempo verlangsamen kann oder sich durch einseitigen Zug das Steuern erleichtert, ist im Vorteil. Problematisch sind Bergabstrecken jedoch für Parkinson-Patienten. Diese können durch den Tremor in den Händen die Bremsen nicht über längere Zeit anziehen. Wichtig ist, dass Rollatornutzer durch regelmäßiges Reinigen der Rollator-Reifen dafür sorgen, dass die Bremsblöcke nicht auf einen seifigen Untergrund treffen.

Trainingsmöglichkeiten finden sich überall

Manche Sportvereine, Gemeindehäuser, Senioren-Tagesstätten oder Altersheime bieten wöchentliche Hockergymnastik an. Hier können Rollatorfahrer auch auf dem Rollator sitzend teilnehmen, sofern sie die Handbremse anziehen und feststellen. Regelmäßiges Funktionstraining mit Thera-Bändern oder Kleinhanteln sorgt für einen Muskelaufbau und mehr Lebensfreude. Eine weitere Möglichkeit ist das Funktionstraining im Stehen. Hier können die alten Menschen sich bei angezogener bzw. festgestellter Bremse an ihrem Rollator festhalten. Es gibt heutzutage die Möglichkeit, eine auf die Nutzergruppe bezogene Rollatorgymnastik anzubieten. Das Hinsetzen und Aufstehen mit dem Rollator sollte immer wieder geübt werden. Wichtig ist vor allem, dass man den Rollator wenden und im Rückwärtsgang seinen Esszimmerstuhl besetzen kann


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