Skip to main content

Rollator: Ja oder Nein?

Rollatoren am AbstellplatzBei älteren Menschen scheiden sich oft die Geister an der Frage, ob sie einen Rollator nutzen möchten oder nicht. Als Argumente gegen die Anschaffung eines Rollators werden oft Probleme beim Ein- und Aussteigen im Bus genannt. Ältere Menschen befürchten außerdem Hürden beim Überwinden von Kantsteinen. Außerdem bemängeln sie häufig das Gewicht eines Krankenkassenmodells aus Stahl. Viele Senioren beklagen den Umstand, dass sie mit einem Rollator hilflos wirken. Dabei schieben heute auch jüngere Menschen einen Rollator vor sich her.

 

Ein Rollator bedeutet Mobilität und Sicherheit

Wer durch künstliche Gelenke oder chronische Schmerzen eine eingeschränkte Beweglichkeit hat, kann sich mit einem Rollator Erleichterung verschaffen. Wo vorher nur mühsames Gehen möglich war, können Betroffene mithilfe ihres Rollators wieder flotter, sicherer und aufrechter gehen. Das Gefährt erlaubt auch bei gelegentlichen Schwindelattacken die gewohnte Mobilität. Der Rollator vermittelt ein sicheres Gehgefühl. Zudem kann man sich nach Betätigung der feststellbaren Bremsen auf seinem Sitz jederzeit ausruhen.

Menschen, für die ein Gehstock zu wenig Hilfe bedeutet, aber ein Rollstuhl noch nicht angemessen erscheint, können mit dem Rollator mobil bleiben. Das praktische Gefährt sichert Ihre Unabhängigkeit von anderen. Der kippsichere Rollator läuft leicht. Er begleitet Gehbehinderte überall hin. Rollatoren können bei entsprechender Breite auch als Indoor-Rollator in den Wohnräumen genutzt werden. Ältere Menschen können damit Busfahrten unternehmen oder das Mittagessen auf einem aufsetzbaren Tablett ins Wohnzimmer transportieren. Sie können den Rollator zusammenklappen und im Kofferraum Ihres PKWs verstauen. Der an jedem Rollator befindliche Behälter nimmt Einkäufe auf. Moderne Rollatoren bieten zahlreiche Extras. Diese erhöhen die Sicherheit, den Bedien- und Fahrkomfort. Mit wieder hergestellter Eigenständigkeit entlastet man seine Betreuer.

Jetzt_zum_Rollator_Test_2016

Typische Ausstattungsmerkmale von Rollatoren

Zur Standardausstattung eines Rollators gehören ein abnehmbarer Korb bzw. eine Tasche oder ein Netz für Einkäufe. Der Sitz kann eine feste Plattform oder eine stabile Gewebefläche sein. Ersteres ist meistens bei den quer zusammenfaltbaren Rollatoren vorzufinden, die Gewebefläche bei den Längsfaltern. Rollatorensitze ersetzen an jeder beliebigen Stelle eine Parkbank. Moderne Rollatoren sind dank gewichtsreduzierter Gestelle aus Aluminium wesentlich leichter als ihre Vorgängermodelle. Die meisten Rollatorenmodelle lassen sich auch von älteren Menaschen mit wenigen Handgriffen zusammenfalten. Die Reifen von Rollatoren sind meist pannensicher, die feststellbaren Handbremsen leicht bedienbar. Optional kann eine Halterung für den Gehstock montiert werden.

Zu beachten ist, dass man je nach Hersteller und Rollatortyp unterschiedlich viele Sicherheitsmerkmale am Rollator vorfindet. Sinnvoll sind beispielsweise gut sichtbare Reflektoren und eine Klingel. Ein Topro Premium-Modell weist bereits eine Notfall-LED auf. Ideal ist es, wenn der Rollator auch in verschiedenen Größen lieferbar ist, sodass kleine Menschen einen entsprechend großen Begleiter wählen können. Die Verstellbarkeit der Handgriffe erlaubt eine präzise Einstellung auf die eigenen Bedürfnisse. Die Krankenkassen bezahlen leider nur bestimmte Standardmodelle. Diese könnte man aber auf eigene Kosten aufrüsten lassen. Die Alternative ist, den Rollator von vorneherein selbst zu finanzieren. So könnte man das Modell wählen, das alle gewünschten Eigenschaften und Funktionen hat.

Stockhalter und Tablett zählen hingegen oft zur Standardausrüstung eines Rollators. Premium-Rollatoren können heutzutage schon optional mit links oder rechts montierten Einhand-Simultanbremsen oder einem Transportnetz für die Sauerstoffflasche ausgerüstet werden. Sie können zusätzlich mit einer Lampe oder einem Rollatorschloss ausgestattet werden. Dadurch ist man auch in der Dämmerung besser sichtbar. Man kann seinen Rollator vor dem Frisörgeschäft anschließen.

Geringes Eigengewicht und leichtes Zusammenfalten

Ein Rollator mit geringem Eigengewicht und einer Kipphilfe lässt sich leicht einen Bordstein hochheben. Die modernen Rollator-Modelle, die sich längst statt quer zusammenfalten lassen, benötigen dazu nur noch einen Handgriff. An verlässlicher Stabilität und Standfestigkeit mangelt es ihnen trotzdem nicht. Die zusammengefalteten Rollatoren stehen sicher auf ihren vier Rädern. Eine leicht zu bedienende Verriegelung sichert den Rollator vor einem unbeabsichtigten Auseinanderfalten. Ein Nachteil vieler moderner Rollatoren ist: Die Krankenkassen übernehmen für solche Modelle nur einen Teil des Kaufpreises. Daher ist es ratsam, sich vor der Anschaffung über die zuzahlungsfreien Krankenkassenmodelle bzw. die Zuzahlung zu einem zuzahlungspflichtigen Rollator-Modell zu informieren.

Außerdem gilt: Je früher man sich an einen Rollator gewöhnt, desto sicherer ist man bei der Handhabung. Insofern ist nicht anzuraten, sich der praktischen Gehhilfe möglichst lange zu verweigern. Je mehr Menschen einen Rollator nutzen, desto eher müssen die Verkehrsplaner umdenken. Es schadet nichts, wenn man ein Rollator-Fahrtraining mitmacht, um die richtige Handhabung frühzeitig zu erlernen. Mit dem Rollator kann man in entsprechenden Gruppen sogar kleine Tänze ausführen.


Ähnliche Beiträge