Skip to main content

Elektromobile im Straßenverkehr – Zulassung, Führerschein, Versicherung

FußgängerzoneElektromobil ist die gängige Bezeichnung für kleine, offene, mehrspurige, elektrisch angetriebene Leichtfahrzeuge, die ausschließlich den Nutzer befördern und meist von Menschen mit einer Gehbehinderung genutzt werden. Beim Führen eines Elektromobils im Straßenverkehr sind den gesetzlichen Bestimmungen Folge zu leisten. Dies sind speziell die Straßenverkehrsordnung (StVO) wie auch die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO). Auch Elektromobile gehören zu den Kraftfahrzeugen im Sinn der StVZO, wenn sie auf öffentlichen Wegen fahren.

Vorschriften für Elektromobile im Straßenverkehr

Beim Fahren in öffentlichen Bereichen (Wege, Passagen Einkaufszentren und Ähnliches) sind die allgemeinen Bestimmungen und Sicherheitshinweise zu beachten. Elektromobile dienen als Fortbewegungsmittel für körperlich behinderte beziehungsweise geschwächte Personen. Für die Nutzung eines Elektromobils gelten die allgemeinen Verkehrsvorschriften. Mit einem Rahm-Scooter kann man sowohl auf dem Fußweg als auch auf der Straße fahren. Auch die Nutzung von Radwegen ist legitim. Allerdings sollten Fahrradwege oder Landstraßen nur mit einem Elektromobil befahren werden, das mindestens 10 km/h fährt, um weder sich noch andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden. In Fußgängerzonen, Einkaufspassagen und Einkaufszentren ist nur Schrittgeschwindigkeit zugelassen. Die meisten Elektromobile sind mit entsprechendem Zubehör, wie einer Blink-und Lichtanlage ausgestattet und somit zur Teilnahme am Straßenverkehr berechtigt. Jedoch sollte aufgrund der langsamen Geschwindigkeit darauf geachtet werden, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht beeinträchtigt werden.

Benötigt der Fahrer für die Nutzung eines Elektromobils einen Führerschein?

Elektromobile sind einsitzige Krankenfahrstühle, welche entsprechend ihrer Bauart nur langsame Geschwindigkeiten zulassen. Führer von Elektromobilen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h benötigen keinen Führerschein, vorausgesetzt sie sind mindesten fünfzehn Jahre alt und mit den Straßenverkehrsregeln vertraut. Das Mindestalter zum Führen eines Elektromobils beträgt fünfzehn Jahre. Behinderte Personen unter fünfzehn Jahren können eine Ausnahmegenemigung bei der Verwaltungsbehörde beantragen.

Welche Versicherungen werden zum Führen eines Elektromobils benötigt?

Dieses hängt von der Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs ab. Bei einer Höchstgeschwindigkeit bis zu 6 km/h besteht keine Versicherungspflicht. Jedoch sind die Eigentümer des Elektromobils meist ohne Zusatzkosten in der privaten Haftpflichtversicherung mit versichert. In Fällen, wo dieses noch nicht geregelt ist, genügt ein formloser Antrag bei der zuständigen Versicherung. Um sicherzugehen, sollten die Eigentümer eines Elektromobils einfach den Ansprechpartner der Versicherung informieren. Elektromobile, welche über eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 6 km/h verfügen, benötigen eine eigenständige (separate) Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung und als Nachweis darüber ein Versicherungskennzeichen (Mofa-Kennzeichen). Dieses wird hinten am Elektromobil angebracht. Die nötigen Unterlagen für das Kennzeichen erhält der Erwerber von den entsprechenden Fachberatern bei der Einweisung und Auslieferung des Elektromobils.

Anmeldung bei der Versicherung

Die Anmeldung bei der Versicherung wie auch die Übergabe des Kennzeichens dauert nur wenige Minuten und gestaltet sich völlig problemlos. Elektromobile über 6 km/h erfordern eine Betriebserlaubnis. Das dafür notwendige TÜV-Gutachten erhält der Nutzer zusammen mit der Übernahme des Fahrzeuges. Das Beantragen der Betriebserlaubnis hängt von der jeweilig zuständigen Kfz-Zulassungsstelle ab. Im Normalfall genügt es, das TÜV-Gutachten zur Zulassungsstelle zu senden, worauf die mit einem Stempel versehene Betriebserlaubnis zum Fahrzeugnutzer zurückgeschickt wird. Die Betriebserlaubnis sollten Nutzer von Elektromobilen im öffentlichen Straßenverkehr stets bei sich haben. Während Fahrzeuge bis maximal 6 km/h Geschwindigkeit ohne eine besondere Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung auskommen, da hier die private Hausratversicherung gegen Diebstahl greift, werden Fahrzeuge mit einem Versicherungskennzeichen über eine Teilkaskoversicherung gegen Diebstahl versichert.


 

Dietz Bechle Listo (6 km/h): Der preiswerte Elektroscooter

Hierbei handelt es sich um ein sehr kompaktes Modell (L 107 cm, B 58 cm) mit einem bemerkenswert kleinen Wendekreis von lediglich 130 cm. Die Armlehnen sind hochklappbar um den Ein- und Ausstieg zu erleichtern. Die Vollfederung (Hinter- u. Vorderachse) sorgt für Fahrkomfort. Standardmäßig wird der Becher Listo mit Hartgummi–Bereifung ausgeliefert, Luftreifen sind als Nachkauf erhältlich. In diesem kleinen Elektromobil versteckt sich ein starker 400 Watt Motor, der Steigungen bis 15 % bewältigt. Hindernisse bis zu einer Höhe von 8 cm können mit diesem stabilen Roller überwunden werden auf einer Strecke bis zu 21 km. Dieses Leichtgewicht von 58 kg (inklusive Batterien!) lässt sich mit wenigen Handgriffen zerlegen und ist der ideale Reisebegleiter. Er kann bis 133 kg belastet werden. Das übersichtliche Panel eignet sich besonders für Senioren.


Invacare Orion (10 km/h): der Silberpfeil

Schnittig wie ein Sportwagen kommt dieses, 129 cm lange und 62,5 cm breite, E-Mobil angebraust. Im gepolsterten Kapitänssitz lassen sich bis zu 42 km Fahrt genießen. Die serienmäßige Federung und die breiten Luftreifen gewährleisten Fahrkomfort. Steigungen bis 21 % und Hindernisse bis 9 cm bezwingt der 600 Watt Motor spielend. Er hat einen Wendekreis von 280 cm und transportiert bis zu 136 kg Last. Der Invacare Orion wiegt 110 kg und ist nicht zerlegbar. Mit dem besonders auffälligen Bremslicht, den Frontscheinwerfern und den zahlreichen Reflektoren wurde viel Wert auf Sicherheit gelegt.


Invacare Colibri (6 km/h): Der günstigste Cityflitzer

Klein, kleiner, Colibri: 101 cm kurz und 50,5 cm schmal ist dieses E-Mobil. Besonders flink und leise schwirrt er durch Innenräume. Der Wendekreis beträgt 220 cm. Auch beim Invacare Colibri sind die Armlehnen hochklappbar. Das Elektromobil ist mit 44 kg geradezu federleicht und kann das Dreifache seines Eigengewichts befördern: 136 kg. Mit den, als Zubehör zu erwerbenden, 18 Ah Batterien kommt er auf 49 kg und fährt bis zu 8 km/h. Die Motorleistung beträgt 200 Watt, die Steigfähigkeit 10 %. Auch die Hartgummireifen sind auf das Stadtleben ausgerichtet. Auf einer Strecke von maximal 16 km sind Hindernisse bis 4,5 cm eben keine. Dieses Kompaktmodell ist in nur einer Minute zerlegt und verstaut.


Ähnliche Beiträge